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09.05.2001 Hohe Therapie-Erfolge durch neues Allergen-Präparat


Schimmelpilz-Allergiker können jetzt aufatmen
Der Schimmelpilz Alternaria ist ein häufiger Auslöser von allergischen Erkrankungen, insbesondere Asthma. Eine Sensibilisierung gegen Alternaria kann bei bis zu 30 Prozent aller Patienten mit Atemwegsallergien nachgewiesen werden. Der Sporenflug des Schimmelpilzes Alternaria tritt überwiegend in den Monaten Juni bis September zeitgleich mit dem Gräserpollenflug auf. Viele Patienten leiden jedoch unter ganzjährigen Beschwerden, weil Alternaria auch in Wohnungen - auf Textilien, Tapeten, Blumenerde und Lebensmitteln - wächst und zu einer allergenen Belastung der Atemluft führt. Wegen des weit verbreiteten Vorkommens dieses Schimmelpilzes sowohl in der Außenluft als auch in Innenräumen kann ein Kontakt mit diesem Allergieauslöser nicht vermieden werden. Die Patienten sind auf eine antiallergische Therapie angewiesen.

Die ursächliche Behandlung der Schimmelpilz-Allergie durch eine Allergie-Impfung (spezifische Immuntherapie) war in der Vergangenheit wenig erfolgreich, weil standardisierte Allergen-Extrakte fehlten. Dies lag insbesondere daran, dass Alternaria sehr viele verschiedene Allergene freisetzt, deren Zusammensetzung variieren kann. Durch den kombinierten Einsatz immunobiologischer und immunchemischer Methoden ist es Wissenschaftlern nun gelungen, molekular standardisierte Alternaria-Präparate von gleichbleibend hoher Qualität herzustellen. Damit ist bei Schimmelpilz-Allergikern erstmals eine hocheffiziente spezifische Immuntherapie nach WHO-Qualitätsanforderungen möglich. Die Effizienz und die Verträglichkeit der spezifischen Immuntherapie mit dem neuen Allergen-Präparat konnte kürzlich in einer Studie bestätigt werden. Schon nach einem Jahr war bei über 90 Prozent der Patienten die Alternaria-Allergie gebessert.

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