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06.02.2015 Alarm für Allergiker


Ärzte und Wissenschaftler warnen in Berlin vor eklatanter Unterversorgung 

Berlin, 03. Februar 2015. Wer in Deutschland an einer Allergie leidet, hat nur noch eine geringe Chance auf diagnostische und therapeutische Spitzenleistung. Die Anzahl der ärztlichen Praxen, die allergologische Diagnostik und Therapie durchführen, geht – wie in den Vorjahren – zurück. Die Anzahl der zu behandelnden Patienten steigt aber weiter an. So lautet das düstere Resümee des Aktionsforums Allergologie (AFA), einem Zusammenschluss von ärztlichen Berufsverbänden und Wissenschaft. 

Keine gute Perspektive 
Das Aktionsforum Allergologie (AFA) lud in Berlin zur ersten Pressekonferenz seit seiner Gründung im Jahre 2013 ein. Der Grund: Die HNO-, Kinder-, Haut- und Lungenärzte sowie die Allergologen in diesen Fachgebieten wollen der politisch bedingten Unterversorgung ihrer Patienten nicht weiter zuschauen. Unter dem plakativen Titel „Alarm für Allergiker“ fordern Sie – insbesondere in Anbetracht der bevorstehenden Allergie-Hochsaison - alle Beteiligten zu einem Umdenken auf. „Wenn sich die Situation nicht bald grundsätzlich ändert, wird die ohnehin hohe Anzahl allergischer Erkrankungen sich weiter nach oben entwickeln“, blickt Professor Dr. med. Harald Renz in die Zukunft: „Die hohen Kosten, die die Solidargemeinschaft tragen muss - schon jetzt werden 1 Millionen Fehltage auf Allergien zurückgeführt, sind nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist das tägliche Leiden von Millionen Patienten, denen wir nicht mehr umfassend helfen können.“ 

Lösungsansätze werden diskutiert 
Dabei gibt es aus medizinischer Sicht Vorbilder für gute Allergikerversorgung im benachbarten Ausland, wie z. B. in Finnland: Mit einem speziellen Allergieprogramm wurde das Problem in kurzer Zeit weitgehend gelöst. Ein strukturiertes Behandlungsprogramm, ein sog. Disease Management Programme, würde – so die Überzeugung der Fachleute in Berlin – die Therapie auch hierzulande wieder auf sichere und menschliche Beine stellen. 

Das Aktionsforum Allergologie hat das Ziel einer verbesserten Allergikerversorgung fest im Visier. Hoffnungsvoll stimmt die Aussage von Privatdozentin Dr. med. Kirsten Jung: „Wir stehen im Kontakt mit politischen Entscheidungsträgern und sind sicher, dass wir das Problem gemeinsam lösen werden.“ 

Das Aktionsforum Allergologie ist ein Zusammenschluss folgender Organisationen: 

Ärzteverband Deutscher Allergologen (AeDA) e.V.
Berufsverband der Deutschen Dermatologen ( BVDD) e.V. Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) e.V. Bundesverband der Pneumologen (BdP)
Deutscher Berufsverband der HNO-Ärzte (BVHNO) e.V.
Deutsche Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI) e.V.
Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) e.V. 

„Aktionsforum Allergologie“ 

www.aktionsforum-allergologie.de

Pressekontakt: 
Yupik GmbH, Dr. Gordon Lueckel Im Klapperhof 33
50670 Köln 
info[at]yupik.de

0221 – 130 560 60 


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