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02.05.2003 Insektengift-Allergie


Bestechende Argumente für die Behandlung durch einen Allergologen
Der Sommer wird von den meisten Menschen sehnsüchtig herbei gewünscht. Insektengift-Allergiker fürchten sich jedoch vor dieser schönen Jahreszeit. Ihnen droht nach dem Stich von Bienen oder Wespen der Tod durch eine allergische Schockreaktion. Passiert ist dies beispielsweise im August 2002 einem Maurer aus dem Landkreis Altötting. Der 38-Jährige fasste sich auf dem Hof seines Freundes plötzlich an die Schulter und meinte, ihn habe eine Wespe gestochen. Sein Körper begann zu jucken, kurze Zeit später bekam er keine Luft mehr. Der vom Freund gerufene Notarzt versuchte, den Mann wiederzubeleben. Es war vergeblich. Jede Hilfe kam zu spät.

Bis zu fünf Prozent der Bundesbürger sind allergisch auf Bienen- oder Wespengift. Sie reagieren auf den Stich der Insekten mit Juckreiz, Hautausschlag, Atemnot, Schwindel oder Übelkeit. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu einem lebensbedrohlichen allergischen Schock kommen. Allergie-Experten raten den Patienten deshalb dringend zu einer spezifischen Immuntherapie (Allergie-Impfung). Diese Behandlung mit modernen, molekular standardisierten Präparaten macht das Immunsystem schon nach kurzer Dauer unempfindlich gegen das Insektengift. Sie ist bei nahezu 100 Prozent der Patienten erfolgreich. "Es lassen sich leider viel zu wenige Insektengift-Allergiker mit einer spezifischen Immuntherapie behandeln", bedauert Professor Dr. Thomas Fuchs, Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA). "Patienten ohne diese Therapie müssen in ständiger Angst vor dem nächsten Stich leben." Adressen von Spezialkliniken für die Behandlung einer Insektengift-Allergie können im Internet unter der Adresse www.allergiecheck.de in der Rubrik "Wissen rund um die Allergie" nachgeschlagen werden.

Insektengift-Allergiker sollten sich darüber im Klaren sein, dass der nchste Stich bereits tdlich enden kann. Ein allergischer Schock kndigt sich oft durch juckende Hnde und Fße an. Anschlieend kommt es häufig zu Atemnot, Kreislaufbeschwerden und Bewusstlosigkeit. Bereits bei den ersten Anzeichen muss sofort ein Notarzt alarmiert werden. Bis zu seinem Eintreffen sollte der Betroffene flach mit leicht hoch gelagerten Beinen liegen. Verliert er das Bewusstsein, sollte man ihn in die stabile Seitenlage legen, mit einer dnnen Decke zudecken und seine Atmung kontrollieren. Setzt diese aus, muss sofort mit einer Herzdruckmassage und Beatmungsmanahmen begonnen werden. 

Um einen Insektenstich zu vermeiden, sollte man wissen, worauf Wespen und Bienen aggressiv reagieren. Wespen sind in der Nhe ihrer Nester stets verteidigungsbereit. Auf Erschtterungen des Nests und sich schnell bewegende Objekte reagieren sie mit Angriffen. Bei schwülem und heiem Wetter sind sie besonders aggressiv. An ihren Futterpltzen, dazu gehren zum Beispiel auch zuckerhaltige Getrnke und Obstkuchen, stechen Wespen ebenfalls leicht zu. Honigbienen lassen das Einflugloch ihres Stocks durch Wchterinnen bewachen. Vor allem sich schnell bewegende Objekte in einer Entfernung von weniger als 10 Metern werden häufig angegriffen. Auf Strungen bei der Futteraufnahme reagieren Bienen dagegen normalerweise mit Flucht.

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