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22.02.2002 Verlängerung der Pollensaison und Temperaturanstieg in Europa laufen parallel


Höhere Frühlingstemperaturen, ein früherer Herbstanfang sowie wärmere und kürzere Winter haben in den letzten Jahrzehnten zu einem früheren Beginn der Heuschnupfenzeit geführt. Eine österreichische Arbeitsgruppe hat jetzt über 20.000 Jahresberichte des Europäischen Pollenflug-Netzwerks (EPI) zum Pollenflug verschiedener Pflanzen untersucht. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die Pollensaison vieler Pflanzen eher beginnt, länger dauert und sich die Pollenlast vergrößert hat. Auch wenn es keinen endgültigen Beweis gibt, deutet vieles darauf hin, dass die globale Erderwärmung in direktem Zusammenhang mit den Veränderungen im europäischen Pollenflugkalender steht. Bei einem mittleren Temperaturanstieg von 0,11* C in fünf Jahren ist eine Verlängerung der Pollensaison um etwa zehn Tage zu beobachten.
 Heuschnupfen-Patienten können den Veränderungen der Pollensaison durch einen rechtzeitigen Gang zum Allergologen effektiv begegnen. Eine frühzeitige Allergie-Impfung (spezifische Immuntherapie) mit modernen, molekular standardisierten Allergen-Präparaten kann einen Heuschnupfen bessern oder sogar heilen. Sie reduziert langfristig die Symptome sowie das Risiko von Neusensibilisierungen und beugt allergischem Asthma vor.

  • Quelle: Jones, P.D. et al.: Adjusting for sampling density in grid box land and ocean surface temperature time series. 
    Journal of Geographic Research, 106: 3371-3380, 2001

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