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09.05.2001 Allergenquellen im Auto


Autofahrer reagieren allergisch
Auf so manche Verkehrsteilnehmer kann man schon mal allergisch reagieren - aber auf das eigene Auto? In der Innenausstattung von Autos kommen tatsächlich eine Reihe von Allergieauslösern vor. "Durch Hautkontakt mit Sitzbezügen, Lenkrad und Armaturen kann sich ein allergisches Kontaktekzem entwickeln", so Professor Dr. Thomas Fuchs, Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA). Das typische Symptom ist ein juckender, teilweise auch schuppender, entzündlich roter Hautausschlag. Allergenquellen im Auto sind beispielsweise Weichmacher (Phthalate) in Kunststoffen, wie sie in Armaturen, Lenkrad, Schalthebel und Verkleidungen vorkommen können. Textil-Sitzbezüge, die Farbstoffe mit para-Phenylendiamin oder verwandten chemischen Verbindungen enthalten, können ebenfalls zu allergischen Ausschlägen führen. Doch auch eine gehobene Lederausstattung schützt nicht unbedingt vor Allergien. So können bei Hautkontakt mit chromgegerbten Ledersitzen oder einem lederbezogenen Lenkrad Ekzeme an Oberschenkeln bzw. Händen auftreten. Weitere Allergene sind Kolophonium, eine Klebstoffkompente, und Naturgummilatex in Fußmatten. Professor Fuchs: "Bei Verdacht auf eine Kontaktallergie sollte zur Ursachenaufklärung und adäquaten Behandlung unbedingt ein allergologisch ausgebildeter Facharzt aufgesucht werden."

Autofahrer sind aber auch durch Heuschnupfen stark gefährdet. Die typischen Symptome wie häufiges Niesen und Augenjucken schränken die Fahrtüchtigkeit stark ein. Pollenallergiker sind auch im Auto vor dem "Pollen-Geschwader" nicht sicher, das sich seinen Weg durch die Lüftung in den Fahrerraum bahnt. Während der Pollensaison sollte daher die Lüftung lieber ausgeschaltet bleiben. Als Alternative können spezielle Pollenfilter in die Lüftungsanlage eingebaut werden. Dadurch wird die Pollenbelastung im Auto herabgesetzt. Gegen die Heuschnupfen-Symptome werden Antihistaminika empfohlen. Besonders für Autofahrer ist hier die Auswahl moderner Wirksubstanzen wichtig. Die neuen Antihistaminika machen im Gegensatz zu den älteren Medikamenten nicht mehr müde und beeinträchtigen daher nicht das Fahrverhalten der Patienten. "Um die Symptome dauerhaft zu bekämpfen, kann das Immunsystem durch eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) tolerant gegen Allergene gemacht werden", so Professor Fuchs. Die Hyposensibilisierung mit modernen standardisierten Allergen-Präparaten ist in bis zu 90 Prozent der Fälle erfolgreich und kann als einzige Allergietherapie Heuschnupfen heilen und einem Asthma vorbeugen.

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