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09.05.2001 Der 12. Mai 2001 ist Welt-Allergie-Tag


Allergiekranke brauchen fachärztliche Behandlung
Allergien nehmen weltweit immer noch zu. Inzwischen leidet schon jeder Dritte an allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis. Um Betroffene über allergische Symptome und die Möglichkeiten zur Behandlung von Allergien zu informieren, ist der 12. Mai 2001 zum Welt-Allergie-Tag erklärt worden. Im Rahmen eines Kongresses der Europäischen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (EAACI) in Berlin beraten führende Experten über eine Verbesserung der Lebensqualität von Allergiekranken. Auch die Voraussetzungen für eine Senkung des Allergie-Risikos bei Kindern werden dort diskutiert. Professor Johannes Ring, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI): "Wir müssen unsere Patienten intensiver aufklären und unsere präventiven und therapeutischen Möglichkeiten schneller in die Praxis umsetzen."

Ständiges Niesen, Augenjucken und Atemnot verleiden gerade jetzt in der Pollensaison vielen Menschen den Aufenthalt in der freien Natur. Waren Anfang des Jahres hauptsächlich Hasel und Erle die Übeltäter, sind es jetzt vor allem Birken, die ihre Pollen fliegen lassen und Heuschnupfen-Kranken das Leben schwer machen. Neben Pollen sind Hausstaubmilben, Tierhaare und Schimmelpilze häufig die Ursache für einen allergischen Schnupfen, der dann das ganze Jahr über bestehen kann.

Grundpfeiler der Allergie-Therapie ist die rechtzeitige Diagnostik, die erst das Meiden der Auslöser, antiallergische Medikamente und eine Allergie-Impfung (Hyposensibilisierung) ermöglicht. Die Allergie-Impfung mit standardisierten Allergen-Präparaten ist laut Welt-Gesundheitsbehörde (WHO) die einzige kausale Behandlung gegen Allergien und die einzige Therapie, die eine Verschlimmerung zum Asthma verhindern kann. Dabei wird das Immunsystem des Patienten durch regelmäßiges Spritzen einer geringen Dosis der Allergieauslöser in die Haut langfristig tolerant gegen die Allergene gemacht. Die Erfolgsrate liegt bei bis zu 90 Prozent. Dennoch nutzen nur etwa 15 Prozent der Allergiekranken die Allergie-Impfung. Viele wissen nämlich gar nicht, dass ihre Beschwerden Anzeichen einer Allergie sind, oder sie halten die Erkrankung für wenig bedrohlich und lassen sich nicht behandeln. Professor Ring: "Ohne Behandlung entwickelt sich bei vielen Allergiekranken ein chronisches Asthma bronchiale. Heuschnupfen-Patienten gehören deshalb so früh wie möglich in die Hände eines Allergologen!

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten.

Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:
Pressekontakt ÄDA / DGAI
Dr. Petra von der Lage
Bodelschwinghstraße 17
22337 Hamburg
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