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30.11.2006 Deutsche Schabe (Blatella germanica)


Vorkommen:
Tagsüber versteckt in Ritzen und Spalten, Leitungsröhren und Abluftschächten. Befallen sind insbesondere Gebäude, in denen regelmäßig große Mengen Nahrungsabfälle anfallen (Bäckereien, Küchen, Gaststätten, Kantinen und Hotels). Aber auch in privaten Haushalten sind sie insbesondere im Küchen und Sanitärbereich anzutreffen. Bei Einschalten von Licht flüchten sie.
Biologie:
Etwa 1,1 bis 1,4 Zentimeter groß, lehmfarben, mit einer dunkelbraun melierten Vorderbrust. Sie haben lange, über den Hinterleib herausragende Flügel. Die Weibchen tragen die blassbraunen Eipakete, die 15 ­ 56 Eier enthalten können, etwa vier Wochen am Körper. Die Larven schlüpfen gleich nach dem Abwerfen des Eipaketes aus. Nach einer Entwicklungszeit von zwei bis drei Monaten, in der sich die stecknadelkopfgroßen Jungtiere mehrfach häuten, werden die Schaben geschlechtsreif. Sie könne an Wänden empor laufen und fünf bis zehn Zentimeter weit springen.
Materialschäden:
Da Schaben Allesfresser sind, befallen Sie nachts jegliches organisches Material ­ zum Beispiel Nahrungsmittel, aber auch feuchte Gewebe, Papier, selbst Leder ­ und zerkleinern es mit ihren kauend-beißenden Mundwerkzeugen. Durch Einschleppen von Keimen und durch den Verbleib von penetranten, zum Teil süßlichen Duftstoffen, werden Lebensmittel auch nach dem Abzug der Schaben unbrauchbar.
Erkrankung des Menschen: 
Schaben sind Überträger von Milzbrand, Salmonellen, Typhus, Shigellosen, Tuberkulose, Pilzerkrankungen usw. Sie tragen zum Großteil zum Krankheitsbild des so genannten Infektiösen Hospitalismus bei. Hierbei erkranken Patienten im Krankenhaus zusätzlich an Erregern, die lediglich im Krankenhaus verbreitet sind. Auch die Ekelwirkung auf den Menschen ist nicht zu unterschätzen. Schaben sind nach dem Bundesseuchengesetz melde- und bekämpfungspflichtig.
Bekämpfung:
Die Diagnose und Bekämpfung eines Schabenbefalles obliegt in jedem Fall dem Fachmann. Eigene Bekämpfungsversuche führen oftmals zu belasteten Räumlichkeiten und einer erhöhten Schabenpopulation im befallenen Gebiet.
Biologische Alternativen sind mittlerweile anerkannt und als sehr wirkungsvoll getestet. So kann bereits im Monitoring und Gelverfahren eine Schabenpopulation völlig beseitigt werden. Jedoch sollte auch diese Art der Bekämpfung dem Fachmann vorbehalten bleiben.

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